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zum Schutz der Aare (ASA)

 

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Was bedeutet dir die Aare?

Aesche - während des Ablaichens

Gefährdete Fische

Die Gefahren für unsere Fische sind sehr vielfältig. Einerseits wurden mit den Korrektionen unserer Gewässer viele Lebensräume zerstört, womit die Nahrungsgrundlage der Fische verschwand. Andererseits hat seit den 1940er Jahren auch die Wasserqualität beträchtlich abgenommen. Deshalb ist es wichtig, dass etwas unternommen wird.

Auf dem Bild ist eine Äsche während des Ablaichens zu sehen. Wie unschwer zu erkennen ist, tut sie dies auf kiesigem Untergrund. Forellen und einige andere Fischarten sind ebenfalls auf Kies angewiesen. Doch wegen der Juragewässerkorrektionen (siehe Rubrik Historisches) verschwanden viele dieser Kiesbänke. Somit ist besonders Edelfischen die Fortpflanzung erschwert worden. Gleichzeitig stellen die Edelfische aber auch noch sehr hohe Ansprüche an die Wasserqualität. Mit der Industrialisierung und besonders durch dem Aufschwung nach dem 2. Weltkrieg wurden aber unsere Gewässer deutlich stärker mit Schmutzstoffen belastet als vorher. Inzwischen hat sich aber die Lage wieder gebessert, denn es wurden Abwasserreinigungsanlagen installiert und ungeklärte Abwasser durften nicht mehr direkt in die Gewässer geleitet werden. Damit hat sich die Wasserqualität wieder gebessert, stellenweise ist sie jedoch immer noch problematisch aufgrund neuer Stoffe wie Hormone, Antibiotoika usw.

Noch eine Belastung, besonders für Edelfische, sind Parasiten. Diese kommen zwar natürlicherweise auch vor, doch gibt es heute verschiedene Faktoren, die deren Auftreten begünstigen. Für Edelfische bei uns ist besonders die PKD problematisch. PKD heisst soviel wie «Proliferative Nierenkrankheit» und kommt nur bei Edelfischen vor. Sie wird durch einzellige Parasiten übertragen, die sich in wirbellosen Kleintieren vermehren und anschliessend Sporen freisetzen. Wenn diese Sporen, z.B. über die Kiemen, in den Fisch und somit auch in seine Blutbahn gelangen, lösen sie in den Nieren eine Entzündungsreaktion aus. Dabei schwillt die Niere enorm an. Normalerweise verheilt die Krankheit wieder, doch die Sterblichkeitsrate bei infizierten Fischen liegt zwischen 10 und 30%. Unter speziellen Umständen, z.B. bei bereits geschwächten Fischen, können aber auch bis zu 90% sterben. Im Kanton Solothurn kommt die PKD an verschiedenen Gewässern vor, darunter Aare und Emme. Allerdings steht der Kanon Solothurn im Vergleich zu den anderen Mittellandkantonen, wo die PKD stellenweise sehr häufig ist, immer noch gut da. Für unsere bereits sehr geschwächten Forellen- und Äschenpopulationen bedeutet die PKD eine Bedrohung mehr. Es gilt daher, die PKD einzudämmen, in dem auf den Besatz mit bereits infizierten Fischen verzichtet wird.

Hecht

Ein ernstes Problem sind auch die vielen Wehre, die die natürlichen Fischwanderungen unterbrechen. Gerade diese Wanderungen sind aber wegen der Fortpflanzung und dem genetischen Austausch der Fische enorm wichtig. Der Lachs kann z.B. wegen den Hindernissen im Rhein nicht bis in die Aare aufsteigen.

Man sieht also, unsere Fische, und ganz besonders die Edelfische, sind gefährdet oder schon ausgerottet. Damit der Negativtrend der letzten Jahre aber nicht anhält, muss einiges getan werden. Im Moment sind die wichtigsten Massnahmen Gewässerrenaturierungen und das Passierbarmachen von Wehren und anderen Hindernissen. Dadurch entstehen wieder grossräumige Lebensräume für Fische, aber auch anderen Wasserlebewesen würde dies zugute kommen. Es ist auch wichtig, dass die Wasserqualität erhalten bleibt, da eine Verschlechterung rasch zu Fischsterben führen könnte. Gleiche Auswirkungen haben Temperaturerhöhungen wie beispielsweise im Sommer 2003. Bei den Krankheiten muss eine weitere Ausbreitung möglichst verhindert werden und weiter geforscht werden, was dagegen getan werden kann.

 

 

 

 

 

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